. Das Experiment der Selbst Therapie

„The world is burning“ (Die Welt brennt)
(J. KrishnmurtiFlight of The Eagle, Saanen August 1969)

Wir sind Teil der monströsen, verrotteten Gesellschaft mit Kriegen, Brutalität und Gier. Die gesellschaftliche Moral ist Unmoral, sie ist Habsucht.

Sind wir fähig zu einer inneren Transformation, zu einer Umwandlung des Bewusstseins, zu einem radikalen Wandel? Sehr wenige haben das bisher erforscht.

Das Experiment
1. Allein im Zustand der Aufmerksamkeit mit sich selbst, was ist beobachten.

2. Ohne zu analysieren, zu verdrängen, zu unterdrücken, zu erklären, nur völlig beobachten.

3. Nur beobachten, wobei die Selbstätigkeit des "Beobachters" (die Vergangenheit, die Erfahrung) aufhört.

Das kann die Intelligenz hervorbringen, die sich im täglichen Leben auswirkt und keine Energie vergeudet.Beobachten, beobachten, beobachten. Die Reaktion jedes Gedanken-Gefühls b e o b a c h t e n, fördert die Selbsterkenntnis und daraus das richtige Denken, für Berufstätigkeit, für Beziehungen zu den Menschen, zu Dingen, Ideen und Unsterblichkeit. Sich zu i d e n t i f i z i e r e n trübt die Wachsamkeit! Gedankenlose Menschen flüchten sich in eine Beziehung, die Befriedigung verspricht, aber nichts aufhellt, nichts entblößt. So lange man aber Sicherheit und nicht sich selbst zu verstehen sucht, wie man wirklich ist mit den eigenen Fesseln, Lügen, Ängsten u.a.Begrenztheiten, kann der Geist nicht frei sein von Schmerz.

Schauen und Beenden!

Können unsere Ängste im Augenblick ihres Entstehens zu Ende gebracht werden? Ich schaue hin, nein, der Geist schaut, das Gehirn beobachtet. Ich will nichts loswerden, nicht irgend etwas verjagen, denn dann wird es immer wiederkommen. 1)

Ich w e i ß, dass ich Angst habe – weiß nichts über die Angst selbst und wer ist das "Ich" das entscheidet, etwas loszuwerden, das das Verjagen unternimmt.

Herausfinden, wo im Bewusstsein, oder ganz in der Tiefe meines Seins, in unerforschten Bereichen sitzt die Angst, etwa Angst vor der äußeren Welt, Arbeitsplatzverlust, Partnerverlust, tiefsitzende, verborgenen Ängste. Kann der Geist es augenblicklich ans Licht bringen?

Ich möchte es verstehen.Das Theoretisieren und Argumentieren ist völlig nutzlos. Wie wenn ich hungrig bin und man mich mit Theorien (mit einer Speisekarte) füttern will. Ich muss den ganzen Betrieb verstehen! Sonst wird mein Leben weiterlaufen wie bisher, nach dem üblichen, komplizierten, stupiden, durchtriebenen Schema, mit all den sogenannten geistigen Errungenschaften, die doch Produkte des Denkens sind - Denken, das ein materieller Prozess ist, also Materie, obgleich man sich gerne vormacht, dass das Höchste, das Erhabenste usw. nicht so ist.

Wenn dieses Bewusstsein vollkommen verstanden wurde, d.h. Ordnung herrscht, dass die Unordnung, die unser Leben ist, die Trennung von Beobachter und Beobachteten hintangelassen wurde, kann der Geist sich von der Zeit entleeren und eindringen in den Bereich, der vom Denken unberührt ist und über den gewaltigen Fluß des Daseins zum anderen Ufer gelangen. „in der tiefsten Einsamkeit mit sich selbst, - mit dem wirklichen Menschen im eigenen Herzen…“, wie Bó Yin Rá (das Buch vom Menschen) sagt: Das „Buddhawerden“ – „Mann und Weib“: - selbst als männlich-weiblich polarisierte Kraft…“Sein aus seinem Sein“.

1) Angst, von Philosophen (vgl. M Heidegger) als "Grundbefindlichkeit des Daseins" bezeichnet.

Ich denke, dass es möglcih ist, lebend in dieser monströs brutalen Welt, ohne einen Atem von Hass, Neid, Angst in mir zu haben, in Frieden zu leben, ohne Gewalt, Gewinnsucht, Habgier, Neid, Brutalität? Oder ich werde zerstört von der Gewalt und der Wut, Gewalt im Hass, in Feindseligkeit, im Neid u.a...