MENSCH oder BÜRGER

Ein Mensch sein oder ein Bürger. Es ist die Frage nach Individuum und Gesellschaft. Wir sind Bürger eines Staates sowie Menschen mit ihren Kümmernissen und Vergnügungen. Bürger eines Staates zu sein, ist leichter, als ein Mensch zu sein. Es gibt den Konflikt zwischen dem Menschen und der Gesellschaft, weil der Staat statisch aber der Mensch lebendig ist. Und so bricht der Mensch immer wieder aus .

 Die meisten leben in einer Welt der Illusionen, denn jeder hat ein Bild von sich selbst. Wenn man aber ein Bild von sich selbst hat, dann ist man ganz bestimmt krank. Eines der schwierigstan Dinge ist, in dieser abnormen, geisteskranken Welt geistig gesund zu bleiben. (J.Krishnamurti, Der Flug des Adlers, Kann der Mensch sich ändern, Mai 2007)

Der Konflikt zwischen dem Menschen und der Gesellschaft ist originär der Konflikt innerhalb des Menschen selbst. Konflikt ist etwas Lebloses. Erinnerung schaft den Konflikt.


Gesellschaft soll für die Bequemlichkeit des Menschen da sein. Der Staat würde ein „Nur-Bürger-sein“ natürlich vorziehen, Leistungsfähigkeit und Anpassung und so auch Härte und Unbarmherzigkeit. D. h. der Mensch wird dem Bürger geopfert.

Der Mensch mit einer höheren Intelligenz wird diese Absurdität nicht akzeptieren, er ist frei davon, er lässt sich nicht reduzieren auf den Staatsbürger eines Landes, da versucht wird, in das vertraute Leben des Einzelnen einzudringen und gesagt wird, was der Mensch zu lesen und zu denken hat.


Ein guter Bürger ist nicht notwendig ein guter Mensch, aber ein guter Mensch ist verpflichtet ein guter Bürger zu sein. Er wird leistungsfähig ohne Grausamkeit mit anderen guten Menschen zusammenleben können, ohne - von den Hierarchien in technologischen Bereichen abgesehen – eine psychologische Autorität zu suchen, weil er eine solche Autorität nicht hat. Das ist das Ende des Konfliktes zwischen dem Menschen und dem Staat! (Es ist die Klärung des Leviathan-Dilemmas von Thomas Hobbes ( Ϯ1679 )).