NACH KRISHNAMURTI: DIESE WELT IST WUNDERBAR SCHÖN. UNSERE WELT, UNSERE ERDE, AUF DER WIR LEBEN KÖNNEN. ABER WIR LEBEN NICHT, WIR SIND ENTFREMDETE, ENGSTIRNIGE, SORGENVOLLE, FURCHTSAME, ISOLIERTE VERZWEIFELTE MENSCHWESEN. WIR SIND VOLL VON THEORIEN, WORTEN, WISSEN DARÜBER, WAS ANDERE GESAGT HABEN; DOCH ÜBER UNS SELBST WISSEN WIR NICHTS. UND DAHER WISSEN WIR NICHT ZU LEBEN.

In dieser chaotischen, ziemlich verrückten Welt leben wir immer im Kriegszustand. Jeder Einzelne ist permanent gegen den anderen. In der unmittelbaren Umwelt wird es nicht wahrgenommen, da schläft der Mensch in seiner Scheinsicherheit.

„Homo hominis lupus est“ (Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf). (Th.Hobbes).

Während das Leben aus täglichen realen Kontakten besteht, funktioniert unser psychologisches Selbst auf einer abstrakten, begrifflichen Ebene, wir funktionieren innerhalb eines eingeschränkten Rahmens nach vorgegebenen Konzepten. Gewalttätigkeit ist versteckt oder auch sichtbar, man wird unpersönlich, ja „unmenschlich".

Unser Verstand wird abgestumpft, wir brauchen als ständige Anregungsbedürfnis, Stmulierungen, Kaffee, Sex, Drogen, Illusionen usw Die feinere Empfindsamkeit geht verloren.


"Psychologisch tot leben"

Konflikte, Sorgen. Illusion, Ärger, Gebundenheit, Gewalttätigkeit, Habgier usw. während des Lebens sofort beenden. Das alles "sterben lassen".

1)  Wenn man das begreift, wird der Geist niemals alt, wie eine Maschine, die sich durch Reibung immer mehr abnützt.


Wenn der Einzelne sich dieser Wahrheit des Auflösungsprozesses bewußt wird, der sich in Welt vollzieht, kann er ausbrechen, neu geboren werden im Unvergänglichen, der Liebe begegnen, wie dem Duft einer Blume…

1) Vgl. in der Psychotherapie Methoden für eine Möglichkeit Gedankenketten zu beenden oder zu unterbrechen („stopp-Übung“, „Deautimatisierung“).

ANDERS LEBEN

Wenn es nur die Beobachtung einer Tatsache gibt, ohne mit dem "ICH", dem "Zentrum" (dem "Lagerhaus der Vergangenheit", Erinnerungen, Erwartungen") dem Denker, den das Denken geschaffen hat, zu schauen, 2) zu bewerten,sondern allen Dingen neu zu begegnen, ohne Urteil, einfach mit Intelligenz, 3) dann gibt es nicht den geringsten Konflikt. Es erfordert ungeheure Disziplin und das bedeutet, geistig vollkommen gesund zu sein. Die Unausgeglichen, geistig Gestörten sind es, die immer in Konflikt leben.

2) Im Modell NLP (Neurolinguistische Programmierung, Untersuchung der Subjektivität) wird primär die Position des Beobachters zurückgreifend auf Einstein immer miteinbezogen.
3) „Intelligenz“ kommt von „inter“ und „legere“ so zu sagen „zwischen den Zeilen lesen“ - „zwischen den Zeilen des Denkens lesen“. Das übliche Denken ist mechanisch, Rechtes Denken ist nicht mechanisch..

Die meisten können nicht auf eigenen Füßen stehen. Man sagt, daß man heiraten oder einen Freund haben sollte oder so was. Das Leben ist einsam, komplex und belastend, man braucht jemanden, mit dem man über die Dinge sprechen kann. Aber man scheut sich vor einer tieferen Beziehung, die wie ein Spiegel entblößt und schmerzhaft sein kann. Allein zu leben erfordert eine große Bereitschaft zu bewußter Selbstentdeckung.

Gedankenlose Menschen flüchten sich daher in eine Beziehung die nichts entblößt.Eine Familie gibt eine gewisse Sicherheit, einen gewissen Schutz eine Gruppe, eine Gemeinschaft, ein Staat, eine Nation. Da sich allerdings einer dem anderen widersetzt, gibt es ständig Gegnerschaft, Konflikt. Das Zusammenleben beruht immer auf Angst.

FRAGEN:

Kann man zusammenleben ohne Konflikte?

Ja, die Wahrheit im Falschen erkennend, im E r f a h r e n.
Ohne das Gefühl der Ausnützung, der Anpassung und Einschränkung

Kann man allein leben ohne Angst?

Ja, denn all unser Übel kommt daher, dass wir nicht allein sein können, sagt Arthur Schopenhauer.

Alleinsein heißt nicht einsam sein, sich abzukapseln. Im Gegenteil, es bedeutet, „All-Eins-zu-sein“, d.h. die Möglichkeit mit allem und jedem in Kontakt zu kommen. Alleinsein gibt dem Geist eine Stabilität, eine Klarheit, Charakter.

Ein jeder trägt eine produktive Einzigartigkeit in sich, als den Kern seines Wesens und wenn er sich dieser Einzigartigkeit bewußt wird, erscheint um ihn ein fremdartiger Glanz, der des Ungewöhnlichen“. (Friedrich Nietzsche, Unzeitgemäße Betrachtungen).

Anstatt wirklich selber zu denken, übernimmt man, was andere gesagt haben. „sapere audere“ ! sagt Kant (Wage selber zu denken, neu, hier und jetzt).

Leben ist Sehen, Berühren, Wahrnehmen, Empfinden, Aber altes Denken macht ein Bild und speichert. Konflikte.Schönheit ist in der Stille des Herzens im Empfinden, nicht im Erinnern.

Nach Platon kennt der Mensch – abgesehen von wenigen Ausnahmen - nur ein Schatten-Sehendes Dasein. (Der Staat – 7. Buch, das Höhlengleichnis). Die Vergangenheit überschattet ständig die Gegenwart. Die überschattete Gegenwart erzeugt ihre eigene Zukunft. Ein Gedanke folgt einem anderen ohne eine Pause.

Es ist eine Bewegung in Zeit und es gibt fast nie einen Zwischenraum zwischen den Gedanken. Wenn ein Bleistift die ganze Zeit geschärft wird, wird es bald nichts mehr davon geben; ähnlich macht es unser Geist und wird erschöpft. .

ENTWEDER WIR AKZEPTIEREN DAS BEWEGTE LEBEN, BRUCHSTÜCKHAFT WIE ES IST, DIE SOZIALEN UND NATIONALEN GESCHEHNISSE DRAUSSEN VOR DER TÜR MIT DER GEWALTSAMKEIT, MIT VERGLEICHEN, VERDRÄNGUNG. ANPASSUNG UND UNTERWERFUNG UNTER EIN VERHALTNESMUSTER – MIT DEN KONFLIKTEN UND GEWALTSAMKEITEN ODER WENN WIR DAS VERSTANDEN HABEN UND UNBEGRENZT TIEF IN SICH HINEIN GEHEHEN KÖNNEN, SIND WIR DER ÜBERZEUGUNG, DASS ES EINE ANDERE ART ZU LEBEN GIBT (Nach Krishnamurti).


 ES GIBT KEINE AUFSPALTUNG IN BEOBACHTER UND BEOBACHTETES. DA ABER DIE MEISTEN VON UNS VON DER IDEE GEPRÄGT SIND, DER DENKENDE SEI VOM DENKEN (das Ich vom Gesehenen) GETRENNT, ENTSTEHT IMMER AUFS NEUE DER KONFLIKT.

UM DIE GESAMTE BEWEGUNG MEINES LEBENS SELBST, ZU VERSTEHEN, MUSS DIE BEOBACHTUNG MEINER SELBST ALS DAS BEOBACHTENDE INSTRUMENT MIT EINBEZOGEN WERDEN.

WAS DER MENSCH IMMER GESUCHT HAT MIT SEINEM ICH, ETWAS GÄNZLICH ANDERES ALS DIE ÜBLICHEN ANSICHTEN UND DAS ÜBLICHE GESCHEHEN - NÄMLICH DAS EWIGE, ZEITLOSE, UNERMESSLICHE, DIE TIEFSTE STILLE – DIE WAHRHEIT, GOTT, DAFÜR STEHT DER "KLEINE BEOBACHTER" NICHT MEHR. ES IST DAS GRENZENLOSE, DAS EINFACHE, DIE EXTASE. DORT IST DER MENSCH DA, DER GESEGNET IST.